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Bookinists Buchtipp zu

Gail Jones

Kindheiten ....

Am anderen Ende der Welt in Australien erlebt das Mädchen Perdita, sie wird 1930 geboren, eine ähnliche Zeit des Stillstands. Sie wohnt mit ihren Eltern auf einem abgelegenen Hof und auch nach Jahren im australischen Busch werden sie alle nicht heimisch. Der Vater vergräbt sich in seinen anthropologischen Studien und tapeziert die Wände des Hauses mit Bildern aus dem Krieg, die Mutter sucht Trost im Rezitieren von Shakespeare – Sonetten. Für ihr Kind empfindet sie keine Spur von Interesse. Einzig die Flucht in die Bücher bietet Abwechslung und als Mary, ein Aborigine – Mädchen als zusätzliche Hilfe für die Mutter auf den Hof kommt und sich schon bald zu einer richtig guten älteren Schwester Perditas entwickelt, wird das Leben farbiger. Der große Einschnitt passiert mit dem Tod von Perditas Vater. Er stirbt mit einem Messer im Rücken. Mary nimmt die Tat auf sich. Die Australierin Gail Jones erinnert mit „Perdita“ an die Schuld der Weißen in Australien, die ohne Nachzudenken und lange Zeit ohne Entschuldigung, Kinder von Aborigines aus ihren Familien herausgerissen haben. Ein eindringlicher und großartiger Roman über ein Kind, das in seinem Unglück die Sprache verliert und in der eigenen Familie nicht wahrgenommen wird.

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Sechzig Lichter
'Jones, Gail - Sechzig Lichter'

bwohl die Australierin Gail Jones schon eine Menge Literaturpreise eingeheimst hat und ihr Roman „Sechzig Lichter“ 2004 für den Booker Prize nominiert war, zählt sie in Deutschland noch zu den Geheimtipps. Oberflächlich betrachtet lässt sich die Geschichte von Lucy Strange, der Name ist Programm, die im 19. Jahrhundert in Australien aufwächst, zusammen mit ihrem Bruder mit acht Jahren beide Eltern verliert und zu einem Onkel nach England reist, als ein historischer Roman verschlingen.
Mit sechzehn besteigt Lucy allein ein Schiff nach Indien, um die Frau von Isaac Newton zu werden, doch während der Schiffsreise verliebt sie sich in einen verheirateten Mann, wird schwanger und kehrt mit ihrer Tochter nach England zurück. Mit diesem Teil der Geschichte, könnte man auch vermuten, es handelt sich um einen Entwicklungsroman. Gail Jones hat sich als Vorlage ihres Romans vom Leben der Julia Margarete Camerons inspirieren lassen, die Großtante Virginia Woolfs war im viktorianischen Zeitalter als Fotografin tätig, denn die Fotografie ist die absolute Leidenschaft der Gail Jones. Schon als Kind wurde sie von der Wirkung des Lichts fasziniert. Und es treibt sie permanent die Frage um, „wie sollte sie das alles überzeugend wiedergeben? All das Licht, all das Dunkel, all die fleckigen Bewölkungen dazwischen?“

Doch „Sechzig Lichter“ ist viel mehr als nur ein historisch angesiedelter Entwicklungsroman einer jungen Frau, die mit zweiundzwanzig Jahren an Schwindsucht stirbt. Sehr überzeugend schreibt Gail Jones über den frühen Verlust der Eltern, die Trauer, und wie sie das Leben der Kinder über viele Jahre bestimmt. „Sechzig Lichter“ bietet auf vielen verschiedenen Ebenen ausgezeichnete Unterhaltung.
Manuela Haselberger, 2008-05-12



   Jones, Gail -
   Sechzig Lichter
    Übersetzt von Conny Lösch
    © 2008, , Nautilus, 224 S.,
    19.90 € (Hardcover)
    8.90 € (Taschenbuch)
   


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by Manuela Haselberger
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