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Das Alphabethaus
'Adler-Olsen, Jussi - Das Alphabethaus'

it dem Namen des dänischen Bestsellerautors Jussi Adler Olsen hat man bislang seine sehr erfolgreiche Reihe um Kommissar Carl Mork im Sonderdezernat Q verbunden („Erbarmen“, „Schändung“, „Erlösung“). Doch sein Debüt gab Olsen in Dänemark bereits 1997 mit dem Roman „Das Alphabethaus“, der völlig aus dem Rahmen fällt, auch den routiniertesten Leser unverzüglich in seinen Bann zieht und erst wieder ruhen lässt, wenn die letzte Seite aufgeblättert wird. Wobei das Thema auf den ersten Blick gar nicht so aufregend ist: zwei englische Piloten stürzen während des zweiten Weltkrieges über Deutschland ab und haben alle Hände voll zu tun, sich zu retten. Doch wie Olsen diese Geschichte erzählt, das wurde so noch nicht gelesen.

James und Bryan sind seit Kindesbeinen befreundet und als sie sich in der Nähe von Berlin nach ihrem Flugzeugabsturz in einen Lazarettzug retten können, atmen sie erst einmal auf. In ihrem Abteil befinden sich schwer verletzte, hochrangige SS- Offiziere und die beiden Männer schlüpfen in die Rolle deutscher Soldaten. Als der Zug in der Nähe von Freiburg endet, werden sie mit anderen Offizieren in eine psychiatrische Klinik gebracht, das „Alphabethaus“ genannt. Sie simulieren schwere Geisteskrankheit, denn nachdem sie kein Wort deutsch sprechen, darf ihnen kein Fehler unterlaufen. Würden sie erkannt, wäre das der sichere Tod. Doch nach wenigen Wochen, sie erhalten Behandlungen mit Stromstößen und Psychopharmaka, stellen sie fest, dass sie nicht die einzigen Simulanten im Krankenzimmer sind. Sie spielen eine gefährliche Partie, denn Bryan und James sind fest entschlossen zu fliehen, auch wenn sie mit Argusaugen beobachtet werden.

Nach zehn Monaten gelingt im November 1944 nur Bryan die Flucht und er beginnt ein neues Leben in England. Doch ist es erlaubt den Freund einfach zurückzulassen? Bryan versucht immer wieder herauszufinden, was aus James geworden ist, doch erst 28 Jahre später, als er zum ersten Mal wieder nach Deutschland reist, findet er eine Spur, die zu neuen Informationen über James führt. Bestürzt stellt er fest, dass die Vergangenheit noch immer ihre Schatten wirft.

Jussi Adler Olsen wuchs in seiner Kindheit in einer psychiatrischen Klinik auf, in der sein Vater als Arzt arbeitete. Er hat den Kontakt zu Patienten hautnah erlebt sowie die Art ihrer Behandlung. Sein Roman über eine große Freundschaft ist auch die Geschichte von menschlichem Versagen, nicht nur auf politischer Ebene, sondern vor allem auf menschlicher, persönlicher Ebene. Die Handlung liest sich so spannend, dass der Leser tatsächlich am Ende des Buches, so wie der Filmproduzent Just Beter, überrascht feststellt: „Der beste Film, den ich je gelesen habe.“
Manuela Haselberger, 2001-02-20



   Adler-Olsen, Jussi -
   Das Alphabethaus
   
    © 2012, , dtv, 592 S.,
    15.90 € (Hardcover)
    9.95 € (Taschenbuch)
    18.99 € (Audiobook)
    13.99 € (Kindle EBook)
   


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