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Nombeko
'Jonasson, Jonas - Die Analphabetin, die rechnen konnte'

in sensationeller Bucherfolg gelang dem schwedischen Autor Jonas Jonasson, der heute auf der Insel Gotland lebt, mit seinem Debüt "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand". Nun legt er nach. Diesmal geht es um eine Analphabetin, die aus Südafrika stammt und eine überraschende mathematische Gabe besitzt.

Genau genommen kommt Nombeko aus Soweto, dem Armenviertel Johannesburgs, und kann nicht nur blitzschnell rechnen, sie hat darüber hinaus eine sehr rasche Auffassungsgabe und die Schwierigkeiten mit der Welt der Buchstaben überwindet sie als junges Mädchen im Handumdrehen. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter ist sie auf sich selbst gestellt und steigt mit vierzehn Jahren zur Chefin der Latrinenverwaltung auf. Immerhin mit bereits neun Jahren Berufserfahrung. Einem Unfall hat sie es zu verdanken, dass sie den Ingenieur Engelbrecht van der Westhuizen trifft. Ein Mann, "der eine ganze Kognakindustrie im Alleingang am Leben halten konnte." Er wird Nombeko fortan in seiner Forschungsstation als Putzfrau beschäftigen. Zeit die Ohren aufzusperren, denn hier wird daran gearbeitet, eine Atombombe für Südafrika zu bauen. Am Ende werden es offiziell sechs, die siebte entsteht mehr aus Versehen. Mit dem Zählen nimmt es der Herr Ingenieur eben nicht so genau.

Während Nombeko in Johannesburg die Böden schrubbt, zieht in Schweden ein junger Mann namens Ingmar zwei Söhne groß, die er beide, da sie Zwillinge sind, der Einfachheit halber Holger nennt. Holger 1 und 2, zur besseren Unterscheidung. Ingmar ist davon besessen, den schwedischen König wieder zu treffen, da er an dessen siebzigstem Geburtstag eine Briefmarke von ihm selbst geschenkt bekommen hatte und vergaß sich zu bedanken.

Dies sind die Anfänge der beiden Erzählstränge, die Jonas Jonasson in einer absolut wilden Geschichte aufeinander zulaufen lässt. Es sind aberwitzige Abenteuer, die er sich für Nombeko ausdenkt, die es fertig bringt mit der Atombombe nach Schweden zu flüchten. Das Strickmuster des zweiten Romans ähnelt aufs Haar "dem Hundertjährigen". Die handelnden Personen werden wie bei Forrest Gump in historische Augenblicke eingebettet. So ganz nebenbei erzählt Jonasson die Geschichte Südafrikas politisch sehr unkorrekt, dafür aber höchst amüsant. Er wickelt auch problemlos die Irrungen und Wirrungen in der schwedischen Monarchie auf. Die skurrilen Einfälle, Schlenker und Fettnäpfchen, in die er seine Figuren tappen lässt, bieten eine überaus witzige Lektüre. Auch wenn das Konzept nicht neu ist, unterhält dieser zweite Roman von Jonas Jonasson seine Leser wieder glänzend.
Manuela Haselberger, 2013-11-28



   Jonasson, Jonas -
   Die Analphabetin, die rechnen konnte
    Originaltitel: »Analfabeten som kunde räkna«, © 0000
    Übersetzt von Wibke Kuhn
    © 2013, , carl's books, 449 S.,
    19.99 € (Hardcover)
    10.00 € (Taschenbuch)
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          gelesen von: Katharina Thalbach
          Dauer: 851 Minuten
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