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Schwarzer Mittwoch
'French, Nicci - Schwarzer Mittwoch'

n Krimikreisen weiß man längst, dass sich hinter dem Pseudonym Nicci French das englische Autorenpaar Nicci Gerard und Jean French verbirgt. Ihre aktuelle Serie, die auf insgesamt acht Bände angelegt ist und jeweils einen Wochentag im Titel führt, mit dem die Handlung dann auch beginnt, setzten sie nun mit dem dritten Band "Schwarzer Mittwoch" fort. In der Hauptrolle wie in "Blauer Montag" und "Eisiger Dienstag" natürlich die Therapeutin Frieda Klein. Allerdings ist Frieda nicht mehr als Beraterin bei der Polizei beschäftigt, da ihre eigenwillige, oft sehr unorthodoxe Arbeitsweise und ihre verbissene Sturheit sie überall anecken ließ. Doch wer Frieda kennt, weiß, dass sie ihre Finger nicht von den Ermittlungen lassen kann.

Der neue Fall, ein Mord an einer Hausfrau und Mutter, gibt Friedas gutem Freund Detective Karlsson und seinem Team eine Menge Rätsel auf: Wer bringt eine Frau um, die von allen geschätzt wurde und den besten Ruf hatte? Ihre drei halbwüchsigen Kinder sind wohlgeraten und ihre Ehe scheint tadellos. Handelt es sich um einen Raubüberfall? Der junge Täter ist schnell gefasst und leugnet irgendetwas mit dem Mord zu tun zu haben. Und schon bald zeigen sich in der gutbürgerlichen Fassade Risse. Die Tote hatte über zehn Jahre ein geheimes Verhältnis mit einem verheirateten Mann und ihr eigener Ehemann hat ein Alkoholproblem. Zumindest deuten die vielen gefundenen Flaschen im Gartenschuppen darauf hin.

Frieda wird von ihrem verhassten Konkurrenten bei der Polizei, dem Psychologen Bradshaw, auch nicht in Ruhe gelassen. Er liebt es, sie im großen Stil bloßzustellen. Und in einem dritten Erzählstrang sucht ein abgehalfterter Journalist nach dem Mörder einer Reihe von verschwundenen Mädchen. Mit seiner Beharrlichkeit in der Spurensuche trifft er auf Frieda. Und wenn ihre Spürnase geweckt ist, gibt es kein Halten mehr. Es ist nicht unbedingt notwendig, die ersten beiden Bände der Serie um Frieda Klein gelesen zu haben, doch viele Einzelheiten erschließen sich mit diesem Hintergrundwissen besser. Da ist ihr ukrainischer Handwerker Josef, der sich endlich mal Friedas Bad vornimmt und man ahnt, dass diese Arbeit mit einer Menge Lärm, Staub und unvorhergesehenen Schwierigkeiten verbunden ist. Als Friedas Nichte Chloe bei ihr einzieht, die mit dem Sohn der ermordeten Hausfrau befreundet ist, wird Frieda ungewollt in die Ermittlungen gezogen. Am liebsten würde Frieda, da ihr Haus zunehmend ungemütlich wird, zu ihrem Freund Sandy nach New York fliegen. Kurz entschlossen packt sie ihre Siebensachen. Sie braucht dringend Zeit zum Nachdenken.

"Schwarzer Mittwoch" ist ein Krimi, der auf den ersten hundert Seiten nur schwer in die Gänge kommt. Es werden viele Verknüpfungen zu den beiden Vorgängerbänden ausgebreitet. Doch dann nimmt die Geschichte zunehmend Fahrt auf und überrascht durch die immer größer werdenden Risse in der heilen Familienwelt. Und mit diesem Täter hätte am Ende keiner gerechnet. Noch ein Hinweis, für alle, die mit Spannung auf die Fortsetzung warten: Band vier der Frieda-Klein-Serie "Dunkler Donnerstag" wird im Winter 2014 erscheinen.
Manuela Haselberger, 2014-02-06



   French, Nicci -
   Schwarzer Mittwoch
   
    © 2014, , C. Bertelsmann Verlag, 544 S.,
    14.99 € (Hardcover)
    9.99 € (Taschenbuch)
    8.99 € (Kindle EBook)
   


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