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Alles außer irdisch
'Evers, Horst - Alles außer irdisch'

as ist eine echte Science - Fiction - Geschichte, die Horst Evers, als zweiten Roman nach seinem Debüt mit "Der König von Berlin" abliefert. Warum? Ganz einfach: Gleich die Eröffnungsszene handelt von der Einweihung des Berliner Flughafens BER. Gut, so viel Realismus bewahrt er sich, das Jahr hat Evers nicht genannt. Und die Sache geht auch nur exakt 7,34 Sekunden lang gut.

Goiko, der ewige Student, gewinnt zusammen mit der Fahrradkurierin Kira beim Quiz einer Radiosendung zwei Plätze zum Jungfernflug nach New York. Doch ganz so problemlos klappt das alles dann doch nicht. Gerade als das Flugzeug starten will landet ein riesengroßes unbekanntes Raumschiff. Und ab hier beginnt für Goiko und Kira ein absolut skurriles Abenteuer. Die Insassen des fremden Gefährt schaffen die beiden Akteure zu sich an Bord und ab jetzt kommt das junge Pärchen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Der Unfall, durch den sich Goiko und Kira überhaupt erst kennenlernten, vor knapp zwei Wochen, war von langer Hand geplant. Doch nicht nur das, auch der Flughafen-Ausbau, der sich so unfassbar verzögerte, war kein Zufall. Das hat schon eine sehr beruhigende Wirkung auf die Leser, wenn sie von Horst Evers die Zusammenhänge erklärt bekommen, die ohne diese Hintergrund-Infos doch für überhaupt niemand ersichtlich waren. Zumindest sorgt er für Erheiterung während der Lektüre. Um es auf den Punkt zu bringen: Die Erde ist schon lange Eigentum der mächtigen Cyanen, denn sie besitzen alle vorhandenen Schulden dieses unwichtigen kleinen Planeten am Rande des Universums: "Denn Schulden sind Macht. Macht über Menschen, Gesellschaften, Planeten."

Nun ist dieses riesige Raumschiff unterwegs zum intergalaktischen Gerichtshof, denn die Erde soll von den Cyanen verkauft werden, da sie sich derart überschuldet einfach nicht ordentlich online lenken lässt. Am Kauf interessiert sind die Schorfen, ein wüstes Barbarenvolk. Die Aufgabe von Goiko dabei ist nun, dass er gegen diesen Deal klagen soll. Doch dazu müsste das Raumschiff zunächst einmal starten können. Gar nicht so einfach, wenn wichtige Teile fehlen und lediglich durch eine Zeitreise beschafft werden können. Ganz wunderbar dabei ist der astreine Berliner Dialekt, mit dem das Raumschiff seine Anweisungen erteilt.

Horst Evers hat wild in die Verschwörungstheorie-Kiste gegriffen, unglaubliche Finanzspekulationen erdichtet, der Einsatz von Wissensbooster ist äußerst verlockend und zur Zeitreise zurück bis Nietzsche seiner Phantasie freien Lauf gelassen. Manchmal wird dieses Ideenfeuerwerk etwas ermüdend, aber amüsant zu lesen, mit den kleinen Seitenhieben auf unsere Gegenwart ist es auf jeden Fall.
Manuela Haselberger, 2016-02-08



   Evers, Horst -
   Alles außer irdisch
   
    © 2016, Berlin, Rowohlt, 368 S.,
    19.95 € (Hardcover)
    9.99 € (Taschenbuch)
    € (mp3-Download)
    15.99 € (Audiobook)
    16.99 € (Kindle EBook)
   


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          gelesen von: Horst Evers selbst
          Dauer: 575 Minuten
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