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L e b e r k ä s j u n k i e
'Falk, Rita - Leberkäsjunkie'

ranz Eberhofer aus Niederkaltenkirchen geht die Arbeit nicht aus. Es ist bereits sein siebter Fall, in dem der Dorfsheriff, geschaffen von Rita Falk, ermittelt. Diesmal beschäftigt Hauptkommissar Eberhofer Brandstiftung mit Mord in der bayerischen Provinz, aber eigentlich ist der Fall komplett unwichtig. Das wissen alle Rita-Falk-Fans. Wer zu diesen Krimis greift, der möchte mehr von Franz lesen, seiner liebeswerten schwerhörigen Oma, dem kiffenden Vater und von Susi, die Franz zwar immer noch nicht geheiratet hat, die ihn aber generell freitags mit dem kleinen Paul, seinem Sohn, besucht.

Die Wogen schlagen hoch, als ausgerechnet als Tatverdächtiger für den Brand der angolanische Spitzen-Fußballspieler Buengo des FC Rot-Weiß Niederkaltenkirchen festgenommen wird. Für Franz ein kompletter Irrtum: Nie im Leben hat "der schwarze Fuß Gottes" die Tote erschlagen und dann angezündet. Aber ob die Mutter des Opfers wirklich die Hauptverdächtige sein kann? Ausgerechnet sein Vater, der seit dem Tod seiner Gattin nie mehr ernsthaft eine Frau angeschaut hat, läuft bei dieser attraktiven Dame zu absoluter Hochform auf und ist kaum mehr an Charme zu überbieten.

An der Gesundheitsfront führt Franz ebenfalls einen harten Kampf. Seit sein Hausarzt Dr. Brunnermeier mit seinen Cholesterinwerten gar nicht mehr einverstanden ist, gestaltet sich der Alltag kulinarisch gesehen als Desaster. Noch nicht einmal seine gewöhnliche Leberkäs-Semmel ist ihm vergönnt. Gut, zugegeben normalerweise gibt sich Franz mit nicht weniger als dreien zufrieden. Sogar die Oma hat nun die Notbremse gezogen: Da werden neue Rezepte ausprobiert, mit Ingwer und Knoblauch gewürzt, eine Menge Gemüse geschnippelt, das so gar nicht nach Eberhofers Geschmack ist. "Ja, sag einmal: Geht's noch? Ich bin doch hier kein Pflegefall mit künstlichem Ausgang, Herrschaftszeiten!" poltert er erzürnt.

Ein grandioser Höhepunkt der Geschichte: Oma studiert in der Zeitung ein Sonderangebot von "Teusruss", schließlich braucht der kleine Paul schon bald einen neuen Kinderwagen. Und erst der Besuch dort. Eine wunderbare Slapstick-Einlage, denn die sparsame Oma, die immer und überall um den möglichst günstigsten Preis feilscht, zahlt auf keinen Fall irgendwelche unsinnige Transportkosten. Ach so, die Firma, die Franz mit Oma dann besucht heißt übrigens "Toys R Us". Die englische Aussprache der Oma ist manchmal etwas undeutlich.

Das Leben in der bayerischen Provinz liest sich auch nach sechs vorangegangenen Eberhofer-Fällen sehr witzig und mit wunderbaren Formulierungen. Ein großes Vergnügen ist die Hörbuch-Version mit dem Vorleser Christian Tramitz. Er kann mit seinem Dialekt wie kein anderer dieser Geschichte das richtige Lokalkolorit geben.
Manuela Haselberger, 2016-02-03



   Falk, Rita -
   Leberkäsjunkie
   
    © 2016, München, dtv, 320 S.,
    15.90 € (Hardcover)
    9.95 € (Taschenbuch)
    € (mp3-Download)
    13.49 € (Audiobook)
    13.99 € (Kindle EBook)
   


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          gelesen von: Christian Tramitz
          Dauer: 554 Minuten
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