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  Lesealter: 8 Jahre  



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Was für ein Morgen! Kein Mensch hätte voraussagen können, dass dieser Tag sich von hundert anderen Sonnentagen vorher und nachher unterscheiden würde.
Sanfter Wind kräuselte kleine Wellen auf dem weiten Meer und immer dann, wenn sie gerade hofften, große Wellen zu werden, blies er sie zur Ordnung, indem er ihre Kronen platt machte.

Ei - er hieß übrigens so, weil er tatsächlich einem Ei glich - klüterte mächtig an einem piekfeinen blauen Segelboot rum.


Lesezitat nach John Saxby - Schinken & Ei


Eine Seefahrt, die ist lustig.
John Saxby - Schinken & Ei

Schinken und Ei, die beiden Freunde mit den ungewöhnlichen Namen wollten zunächst an einem ganz gewöhnlichen Sonntagmorgen nur eine ganz gewöhnliche Fahrt mit ihrem Boot unternehmen. Und dann ist alles ganz anders gekommen.

Ei - "er hieß übrigens so, weil er tatsächlich einem Ei glich," und Schinken, der immer wie ein elegant gekleideter Schinken aussieht, stechen miteinander See und, sie haben erst wenige Seemeilen hinter sich gebracht, ja, sie waren noch nicht einmal mit der vierten Strophe ihres gerade angestimmten Seemannsliedes fertig, begegnen sie dem wundersamen Gnom Honigstroh. Ein Schiffbrüchiger, der sofort ihrer Hilfe bedarf. Doch Honigstroh ist nicht allein im Wasser unterwegs, er bringt Helga mit, ein Hund, der eher einem zotteligen Bettvorleger gleicht.

Langsam füllt sich das kleine Boot. Die illustre Schar setzt ihre Fahrt fort, bis sie mit einem Ruck auf dem Rücken eines Wals kentern. Gus, so heißt der Riesenfisch, es ist die Abkürzung von August, ist glücklicherweise ein eher friedlicher Wassergenosse, schüttelt sie sanft von seinem Rücken, doch beim Heimweg, den die vier Seeleute gern wieder antreten würden, kann er ihnen auch nicht helfen. Selbst der Delfin ist dabei überfragt. Er weiß leider immer nur den Weg, wie man von einem Ort wegkommt, nicht wie man hinkommt.

Doch es sind noch mehr Meeresbewohner unterwegs, die den Freunden zu Hilfe kommen, wenn auch nicht immer auf die von ihnen gewünschte Weise.

John Saxby, der Erfinder des genialen "Eduard Speck" lässt seiner Fantasie freien Lauf und unterhält mit "Schinken & Ei" nicht nur kleine Leser auf das Köstlichste. Auch die großen Vorleser werden ebenfalls ihre Freude an der schrägen Schiffsmannschaft haben sowie an den vielen bunten Illustrationen von Sabine Wilharm, die mit dem Text verschmelzen, ihn überwuchern oder zurückdrängen. Ein gelungenes Kinderbuch.
Lesealter ab 8 Jahren


John Saxby - Schinken & Ei
Illustrationen von Sabine Wilharm
aus dem Englischen von Michael Krüger

2000, München, Hanser Verlag, 65 S., 12.90

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Fortsetzung des Lesezitats ...

Es gab einen sanften Ruck und ...
"Land!", schrie Schinken.
"Wo?", fragte Honigstroh nach einer Weile. Alle schauten angestrengt in die Runde, sahen aber nur Wasser. Außerdem fing es wieder zu regnen an.

"Dir und Helga kann es ja egal sein", knurrte Schinken bitter vor sich hin. "Ich dagegen werde jetzt wohl zum zweiten Mal nass werden. Aber kümmert euch bloß nicht um mich." S. 26

Lesezitate nach John Saxby - Schinken & Ei


© 2.10.2000 by
Manuela Haselberger
Quelle: http://www.bookinist.de