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Bücher von
Carola Stern:

gebunden:

Männer lieben anders.
Helene Weigel und Bertolt Brecht.
© 2000

Doppelleben.
Eine Autobiographie

© 2001


Taschenbuch:


  • Ich möchte mir Flügel wünschen.

    Das Leben der Dorothea Schlegel
    © 1993


  • Der Text meines Herzens.

    Das Leben der Rahel Varnhagen
    © 1998 .

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    Die Tänzerin und der Dichter
    Carola Stern - Isadora Duncan und Sergej Jessenin

    ie Autorin Carola Stern ist mittlerweile Spezialistin auf dem Gebiet des biographischen Romans. 1990 veröffentlicht sie den Roman über das Leben Dorothea Schlegels "Ich möcht mir Flügel wünschen".
    Danach hat sie sich ausführlich mit der faszinierenden Rahel Varnhagen beschäftigt. Ihr Buch darüber, "Text meines Herzens", wurde ein Bestseller. Jetzt hat sie sich in der neuen Reihe "Paare" des Rowohlt Verlags Berlin eines besonderen Duos angenommen - Isadora Duncan und Sergej Jessenin.

    Die beiden begegnen sich zum ersten Mal im Jahre 1921 in Moskau. Die Amerikanerin Isadora Duncan, die Begründerin des modernen Solotanzes nach klassischer Musik hat den Höhepunkt ihres künstlerischen Schaffens schon überschritten, auch wenn sie dies nicht wahrhaben will.

    Als sie mit 44 Jahren in Moskau auf den russischen Dichter Sergej Jessenin trifft, der sich selbst als Sänger der Revolution sieht, ist sie von seiner Jugendlichkeit und dem Charme seiner 26 Jahre hingerissen. Jessenin ist ein politischer Dichter. Schon zu dieser Zeit wird er als Genie verehrt, als zweiter Puschkin gefeiert und mit Rimbaud verglichen. Er befindet sich auf dem Zenit seines Schaffens. Die Tänzerin und der Dichter werden ein Paar. Die Verständigung ist aufgrund der sprachlichen Barrieren schwierig. Isadoras russischer Wortschatz beschränkt sich auf zwölf Worte - aber diese spricht sie fließend. Sie, ein absolut unpolitischer Mensch, kann die Entwicklung in Rußland nicht verstehen. Die Duncan nimmt Jessenin mit in ihre luxuriöse Welt, zeigt ihm Berlin und reist mit ihm nach Amerika.

    Und das Liebesdrama nimmt seinen Lauf. Zunächst läßt sich der Dichter gerne bemuttern und aushalten, doch immer häufiger bricht er aus seinem goldenen Käfig aus und beginnt zu trinken. Der Dichter Jessenin, ein Dorfpoet, liebt die Natur über alles und ist bei Isadora zutiefst unglücklich. Er verfällt immer mehr dem Alkohol.

    Mit der exaltierten Isadora Duncan und dem einsamen Sergej Jessenin hat das Schicksal zwei Künstler verbunden, die beide dem Neuen, das sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts formt, zugehören wollen. Doch die Erneuerung der Welt, die sie anstreben, soll mit dem Geist der Alten verwoben sein. Für die Tänzerin ist dies der Geist der Antike und der Lyriker präferiert das einfache, bäuerliche Leben. So bilden sie ein Paar, das zusammen nicht glücklich werden kann. Sie trennen sich, aber ohne einander gelingt ihnen dieses Unterfangen auch nicht. Im Dezember 1925 nimmt sich Sergej Jessenin im Alter von dreißig Jahren in einem Hotel in Leningrad das Leben. © manuela haselberger

    Carola Stern - Isadora Duncan und Sergej Jessenin
    Die Tänzerin und der Dichter
    Gebundene Ausgabe - 172 Seiten (1996) Rowohlt Berlin, 16.00
    Taschenbuch - 172 Seiten (1998) Rowohlt, 7.90




    © 22.9.1996 by Manuela Haselberger
    Quelle: http://www.bookinist.de